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Gartner hat seine "Top Strategic Predictions" für 2027 und darüber hinaus veröffentlicht und warnt darin vor einer bislang wenig beachteten Bedrohung: sogenannten Cost-Exhaustion-Angriffen. Dabei zwingen Angreifer öffentlich erreichbare KI-Systeme und -Agenten gezielt zu besonders rechenintensiven Anfragen, um die Inferenzkosten der Betreiber in die Höhe zu treiben – eine Art Denial-of-Wallet-Attacke statt klassischer Denial-of-Service. Bis 2030 sollen laut Gartner 80 Prozent der Organisationen mit öffentlich zugänglicher KI davon betroffen sein.

Die Prognose fügt sich in einen größeren Befund: Mit der Verbreitung agentischer KI wächst nicht nur die funktionale, sondern auch die wirtschaftliche Angriffsfläche von Unternehmen. Parallel erwartet Gartner, dass bis 2030 rund 80 Prozent der Global-500-Unternehmen ihre CIOs formal zu "Evidence Custodians" machen, die Entscheidungen von KI-Systemen rechtlich nachvollziehbar dokumentieren müssen – ein Hinweis darauf, dass Haftungsfragen und Versicherer die KI-Governance zunehmend prägen werden.

Für Projekt-, Change- und Interim-Verantwortliche bedeutet das: Kostenkontrolle für KI-Agenten gehört künftig ebenso ins Risikoregister wie klassische IT-Sicherheitsfragen. Wer Agentic-AI-Projekte plant, sollte Budget-Monitoring, Rate-Limits und Eskalationspfade von Anfang an im Projektdesign verankern, statt sie der IT-Abteilung nachträglich zu überlassen.

Quelle: Gartner – Gartner Unveils Top Strategic Predictions for 2027 and Beyond

(Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell geprüft)