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Eine am 1. September 2026 im Fachjournal Frontiers in Public Health erschienene Studie der Nanjing University untersuchte, wie sich wahrgenommenes algorithmisches Management auf die Gesundheit von Beschäftigten auswirkt. Befragt wurden 338 Beschäftigte aus mehreren Branchen, die direkt algorithmischer Steuerung unterliegen, etwa bei Aufgabenverteilung, Leistungsbewertung oder Arbeitszeittaktung durch Software. Der direkte Zusammenhang zwischen algorithmischem Management und schlechterer körperlicher wie psychischer Gesundheit fiel statistisch deutlich aus.

Entscheidend ist der Wirkmechanismus: Die Forschenden identifizierten zwei eigenständige Vermittlungspfade – frustrierte Arbeitsautonomie und Angst vor Ersetzung durch KI – sowie einen zusätzlichen Ketteneffekt, bei dem beide Faktoren zusammenwirken und den Schaden verstärken. Wahrgenommene Kontrolle über die eigene Arbeit erweist sich damit als zentraler Hebel, über den algorithmische Steuerung krank machen oder eben nicht krank machen kann.

Für Führungskräfte in Projekten und Change-Vorhaben liefert das einen konkreten Ansatzpunkt: Wo Tools zur Aufgabensteuerung oder KI-gestützte Performance-Metriken eingeführt werden, sollten Entscheidungsspielräume der Teams bewusst erhalten und Ängste vor Ersetzung offen adressiert werden, statt sie zu ignorieren. Die Studienautoren empfehlen Unternehmen ausdrücklich, Managementsysteme entsprechend zu überprüfen und psychische Schutzmaßnahmen einzuführen.

Quelle: Frontiers in Public Health – The impact of perceived algorithmic management on employees' physical and mental health

(Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell geprüft)