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Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hat im Rahmen seiner Digitalisierungsumfrage 2026 erstmals gezielt nach der wahrgenommenen Abhängigkeit von KI-Anbietern gefragt und dazu ein eigenes Kapitel unter dem Titel „Künstliche Intelligenz, Souveränität und Resilienz" vorgelegt. Das Ergebnis ist deutlich: 36 Prozent der befragten Unternehmen fühlen sich weitgehend, weitere 32 Prozent sogar vollkommen abhängig von einzelnen Anbietern. Nur 14 Prozent halten sich für vollständig unabhängig, 19 Prozent für weitgehend unabhängig.

Bemerkenswert ist, was Unternehmen als größtes Hindernis beim KI-Einsatz nennen: nicht fehlende Rechenleistung oder Anbietervielfalt, sondern mangelnde Akzeptanz und fehlende Weiterbildung der Belegschaft (31 Prozent) – noch vor dem Mangel an IT-Fachkräften (29 Prozent). Die Souveränitätsfrage ist damit auch eine Kompetenzfrage.

Für Mittelständler und Projektverantwortliche verschiebt das den Blick: Eine Multi-Vendor- oder Exit-Strategie bei KI-Werkzeugen nützt wenig, wenn parallel keine Kompetenzen aufgebaut werden, um Alternativen tatsächlich zu nutzen. Wer Abhängigkeit reduzieren will, muss Qualifizierung und Anbieterstrategie gemeinsam denken – ein klassisches Change-Thema, kein rein technisches.

Quelle: DIHK – Digitalisierungsumfrage 2026: Künstliche Intelligenz, Souveränität und Resilienz

(Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell geprüft)