Gartner – vier Verschiebungen prägen die Arbeitswelt, fast ein Drittel der Ersetzten muss bis 2029 zurückgeholt werden
Gartner hat in einer neuen Analyse vier Verschiebungen benannt, die Arbeit in den kommenden Jahren prägen sollen: Menschliche Fähigkeiten sollen durch KI gezielt erweitert statt ersetzt werden, Belegschaften müssen KI aktiv adaptieren statt nur zu adoptieren, Kontext und Urteilsvermögen bleiben trotz Automatisierung zentral, und Unternehmen brauchen eine Grundlage für nachhaltige statt nur kurzfristige Wertschöpfung. Besonders bemerkenswert ist eine Prognose von VP Analyst Tori Paulman: Rund 30 Prozent der Stellen, die Unternehmen aktuell durch KI-getriebene Automatisierung streichen, müssen bis 2029 wieder neu besetzt werden, weil die Automatisierung die tatsächliche Arbeitslast unterschätzt hat.
Zusätzlich warnt Gartner, dass 75 Prozent jener Organisationen, die KI-Produktivitätsgewinne primär zur Kosteneinsparung nutzen, bis 2027 von Wettbewerbern überholt werden, die stattdessen in Innovation reinvestieren.
Für Personalplanung, Change- und Interim-Projekte ist das ein klares Signal: Stellenabbau-Entscheidungen auf Basis von KI-Automatisierung sollten nicht als endgültig behandelt werden, und Transformationsprogramme, die KI nur als Sparinstrument begreifen, laufen Gefahr, strategisch ins Hintertreffen zu geraten.
Quelle: Gartner – Gartner Identifies 4 Shifts Shaping the Future of Work
(Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell geprüft)