IW-Studie – Fachkräftelücke verdoppelt sich bis 2029 auf 723.000
Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) prognostiziert eine drastische Verschärfung des Fachkräftemangels in Deutschland: Von aktuell rund 370.000 unbesetzten Stellen soll die Lücke bis 2029 auf etwa 723.000 steigen, wie eine am Wochenbeginn veröffentlichte Studie zeigt. Als Ursachen nennt das arbeitgebernahe Institut den bevorstehenden Renteneintritt geburtenstarker Jahrgänge, einen unzureichenden Nachwuchs, rückläufige Zuwanderung von Fachkräften und einen steigenden Bedarf durch die erwartete wirtschaftliche Erholung.
Besonders betroffen sind der Studie zufolge Verkauf, Kinderbetreuung und Sozialpädagogik, Gesundheits- und Krankenpflege sowie die Bauelektrik. Damit verschiebt sich der Engpass sichtbar von der IT-Branche, wo sich die Lücke laut jüngsten Bitkom-Zahlen zuletzt halbiert hat, hin zu klassischen Dienstleistungs- und Handwerksberufen – ein Signal, dass Personalknappheit künftig quer durch nahezu alle Wertschöpfungsketten spürbar wird.
Für Mittelständler und Projektorganisationen bedeutet das: Ressourcenplanung wird zum strategischen Risikofaktor. Wo interne Kapazitäten fehlen, gewinnen flexible Modelle wie Interim Management und projektbezogen eingesetzte externe Spezialisten an Bedeutung, um Engpässe kurzfristig zu überbrücken, während Unternehmen langfristig in Ausbildung, Weiterbildung und gezielte Zuwanderung investieren müssen.
Quelle: dpa via ad-hoc-news.de – Studie: Fachkräftemangel könnte bis 2029 auf 723.000 steigen
(Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell geprüft)