Agile Practice Guide 2.0 – PMI ersetzt starre Hybrid-Grenzen durch ein Delivery Continuum
Das Project Management Institute (PMI) hat am 2. September 2026 die zweite Ausgabe seines "Agile Practice Guide" vorgestellt und darin das bislang binäre Etikett "hybrid" durch ein sogenanntes Delivery Continuum ersetzt, das flexiblere Kombinationen aus planbasierten und agilen Elementen abbildet. Neu ist zudem, dass jedes Kapitel eigene Hinweise zum Einsatz generativer KI enthält und Skalierungs-Frameworks wie SAFe, LeSS und Scrum@Scale erstmals ausdrücklich anerkannt werden, statt als Sonderfälle behandelt zu werden.
Der Leitfaden begründet die Überarbeitung unter anderem mit PMI-eigenen Zahlen: 81 Prozent der befragten Projektfachleute berichten von wachsender Projektkomplexität, 61 Prozent erleben dadurch spürbare Wertverluste in ihren Vorhaben. Psychologische Sicherheit wird in der neuen Ausgabe explizit als Grundvoraussetzung für funktionierende Teams benannt, ergänzt um eine bewusst inklusivere Sprache und ein Nachhaltigkeitsverständnis, das über reine Liefergeschwindigkeit hinausgeht.
Für Mittelständler und freiberufliche Projektmanager und Scrum Master markiert die Überarbeitung einen Bruch mit dem starren Entweder-Scrum-oder-Wasserfall-Denken: Wer hybride Vorgehen bislang nur als Kompromiss verstanden hat, bekommt mit dem Delivery Continuum ein anerkanntes Vokabular für maßgeschneiderte Ansätze – ein Argument, das sich auch in Kundengesprächen und Ausschreibungen nutzen lässt.
(Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell geprüft)