Nach VUCA und BANI – Managementforscher stellt PUMO als Rahmen für polarisierte Zeiten vor
Ulrich Lichtenthaler, Professor für Management an der International School of Management (ISM) in Köln, positioniert PUMO als Weiterentwicklung von VUCA und BANI. Sein Argument: Beide älteren Modelle hätten Unternehmen zu passivem Durchhalten oder bloßem Abwarten verleitet. Die aktuelle Lage sei jedoch von tieferer gesellschaftlicher Spaltung, echten Überraschungen und permanentem Strukturwandel geprägt – Eigenschaften, die das Akronym PUMO für Polarized, Unthinkable, Metamorphic und Overheated zusammenfasst.
Zu jeder Dimension stellt Lichtenthaler eine Gegenstrategie: Positive Positioning für die Polarisierung, Predictive Anticipation samt Szenarioplanung und Echtzeit-Monitoring für das Undenkbare, Progressive Transformation für den permanenten Wandel sowie Purposeful Focus als Kompass gegen das überhitzte Umfeld. Entscheidend sei laut Lichtenthaler ein Umdenken hin zu antizipativem, proaktivem strategischem Denken, das sich klar von reiner Agilität oder Resilienz unterscheide.
Für Change- und Interim-Manager bietet PUMO ein griffiges Vokabular, um Kunden die aktuelle Verunsicherung jenseits gängiger Buzzwords zu erklären. Besonders die Verknüpfung von Szenarioplanung mit klarer Sinnorientierung passt zu Transformationsprogrammen, in denen Teams zwischen ständigem Wandel und politisch aufgeladenen Debatten Orientierung brauchen.
Quelle: Ulrich Lichtenthaler – VUCA war gestern, PUMO ist heute: Was jetzt zu tun ist
(Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell geprüft)